#kurzgesagt | Diskussion um Schwierigkeitsgrade. Oder: Circle Jerks in 140 Zeichen

Twitter brennt. Wiedermal. Fast Wöchentlich brechen Diskussionen rund um die Videospielbranche auf und zu viele Menschen meinen die absolute Wahrheit in 140 Zeichen darstellen zu können.

Aktuell ist es die Diskussion um das Spiel Cuphead und dessen Schwierigkeitsgrad. Genauer gesagt, ob es einen Easy Mode haben soll/muss oder nicht. Und dabei kann man, sofern man sich in andere Menschen hineinversetzen möchte, durchaus beide Seiten und deren Argumente verstehen. Zu einem rechtfertigt man die Vision des Künstlers/Künstlerin in Hinblick auf das Gameplay, dessen Herausforderung und der damit verbunden Emotionen. Zum anderen möchten Spieler und Spielerinnen, die nicht so begabt mit dem Gamepad sind, ebenfalls in den Genuss eines bestimmten Spieles kommen.

Meiner Meinung gäbe es einen viel einfacheren Weg als sich gegenseitig die Köpfe in 140 Zeichen einzuschlagen. Tretet an die Künstler/innen heran und bittet sie um einen passenderen Schwierigkeitsgrad. Diese können dann selbst entscheiden, ob sie das möchten oder mit der Vision ihres Werkes vereinbar ist und diesen Schwierigkeitsgrad im Nachhinein, gegeben falls als DLC, anbieten.

Ein paar Worte zu… Spiele Vorfreude 2017

Nun ist es ja so, dass man langjähriger Erfahrung immer vorsichtiger wird mit dem Hype um neue Spiele. Wenn die PR Maschinerie mal ordentlich läuft und die Spiele Community sich gesammelt auf dem Hype Train setzt, kann es schon mal passieren, dass man am Ende enttäuscht wird.

Trotzdem lasse ich es mir nicht nehmen ein paar Spiele aufzulisten auf die ich mich 2017 freue.

Nier: Automata (Release 23.02.2017)

Dass ein weiter Teil kommt hat ja jeden schon überrascht. Dass Nier: Automata auch noch von Platinum Games gemacht wird, lässt mich nur noch Freude verspüren. Außer den Ankündigungstrailer habe ich mir kein Material angesehen. Wer Nier noch nicht gespielt hat, sollte dem Spiel eine Chance geben. Vor allem Fans von gute Geschichten und Überraschungen im Gameplay.

 

Mass Effect: Andromeda (Release 2017)

Bioware´s Mass Effect Trilogie bekommt einen Nachschlag. Doch diesmal geht es in dem Science Fantasy Rollenspiel nicht mehr um Shepard und die Bedrohung in Form der Reaper, sondern um das Ryder Geschwisterpaar. Dieses ist auf der Suche nach neuen bewohnbaren Planeten in der Namens gebenden Andromeda Galaxie. Somit dürfte der Spieleinstieg für neue Spieler leicht fallen.

 

Prey (Release 2017)

In der Rolle von Morgan Yu erforscht man in der Egoperspektive die Talos I, die von Aliens befallen wurde. Noch dazu tarnen sich diese gerne als Interieur und sorgen dafür, dass man paranoid auf auffällige Mistkübel schlägt. Um sich gegen die Aliens zu wehren, stehen dem Spieler ausgefallene Waffen zu Verfügung und kann zudem Fähigkeiten von den Aliens lernen.

 

The Legend of Zelda: Breath of the Wild (Release 2017)

Dazu muss man nicht viel sagen. Ein neues Zelda dürfte für viele schon Freude genug sein. Doch diesmal holt sich Nintendo die Hilfe von Monolith (Xenoblade) und bietet uns erstmals eine offene Welt. Ob Breath of the Wild das Switch Release Fenster schafft ist mittlerweile noch unklar. Mehr erfahren wir sicher auf der Switch Präsentation am 12. Jänner (13. Jänner, 5 Uhr Morgens für Europa).

 

Persona 5 (Europa Release 14. Februar)

Nachdem ich 2016 endlich Persona 4 Golden auf der Vita nachgeholt habe, freue ich mich schon auf den fünften Teil der japanischen Rollenspiel und Schulhof Simulation. Während man in Teil vier nach der Schule in den TV gehüpft ist um mithilfe seiner Personas einen Mord aufzuklären, so ist man diesmal Teil einer Diebesbande die eine App Namens „Metaverse Navigator“ nutzt um in die Herzen anderer einzusteigen.

 

Natürlich habe ich noch andere Titel im Auge wie zB. das neue Mario für die Switch oder Vampyr, warte aber noch auf mehr Infos darüber. Auch hoffe ich noch auf Interessante Neuankündigung.

Auf welche Spiele freut ihr euch so ?

#kurzgesagt | Einmal kleinere Open World Games bitte.

Wenn man an „Open World“ Games denkt, denkt man wohl oft an immer größer werdende Spielwelten sowie etlichen Nebenaufgaben. Für viele Spieler/innen, wenn man so manchen Kommentaren glauben darf, sind schier endlose Nebenaufgaben auch erwünscht. Schlussendlich bedeuten diese ja auch viel Gameplay fürs bezahlte Geld.

Für mich jedoch brechen Open World Games mit etlichen repetitiven Nebenmissionen immer mehr mit der Immersion der Haupthandlung. Ich bekomme in den sehr oft spannenden Hauptmissionen erzählt wie dringlich jetzt Taten sein, nur um dann etliche Stunden, für die Haupthandlung unwichtige, Aufgaben abzuarbeiten. Zudem diese Nebenaufgaben leider oft wichtig sind, um genug Ressourcen/Erfahrungspunkte für den weiteren Spielverlauf zu haben.

So war ich froh, dass zB. Ubisoft mit Watch Dogs 2 etliche Gänge zurückgeschaltet hat was Kartengröße und Sammelaufgaben angeht.

Hätte ich also einen Wunsch an Entwickler von Open World Games frei, so würde ich mir gerne kleinere, dafür mehr mit der Haupthandlung gefüllte, Karten wünschen.

#kurzgesagt | Call of Duty ein Ventil für Hate ?

Gut ein Drittel Daumen Runter hat der aktuellste Call of Duty: Infinite Warfare Trailer momentan. Geschmückt mit Kommentaren wie „I THINK BATTLEFIELD 1 IS BETTER THIS TIME LIKE IF U AGREE“ oder „COD is literally shitting on us now.“ oder auch „All these cod fans thinking these 2011 graphics are really good“ während unter dem Battlefield 1 Trailer Kommentare wie „Press 144p to see COD graphics“ oder „omg this game is so badass defo kicks cods ass for sure“ zu finden sind. Wenn man sich zurück Erinnert, der Reveal Trailer von Infinite Warfare hat historische 3 Millionen Daumen Runter erhalten. Und ich Frage mich, woher diese Angriffe für die Call of Duty Reihe bzw. die Vorschuss Loorbeeren für Battlefield 1 kommen.

Um gleich einmal das Argument „Dice hört auf seine Spieler und macht einen Shooter im WW1 Setting“ aus dem Weg zu räumen dürfte gesagt sein, dass das wohl mehr an der Gesamtstrategie von EA liegt. Relativ zeitnah erscheint nämlich neben Battlefield 1 am 21.10.2016 eine Woche später Titanfall 2 am 28.10.2016. So hat man also gleichzeitig zu Battlefield 1 auch für Sci-Fi Fans einen Shooter  in der Pipeline und produziert sich nicht eigene Konkurrenz in den Verkäufen.

Sowohl bei der Battlefield Reihe als auch bei der Call of Duty Reihe weiß man, was man als Spieler/in bekommt. Bei Call of Duty ist es jedes Jahr (aktuell arbeiten mehrer Studios an der Reihe) der gewohnte schnelle Multiplayer auf kleinen Maps mit einer Action reichen Popcorn Einzelspieler Kampagne ohne viel Tiefgang. Die Technik macht aufgrund den 60 FPS (Bildern pro Sekunde) Anspruch der Entwickler keine großen Sprünge. Bei Battlefield sind es Schlachten mit Fahrzeugen auf großen Karten mit Klassensystem. Seit einigen Jahren ebenfalls mit eher mäßigen Einzelspieler Kampagnen.

Und da fange ich mich an zu wundern. Bei Call of Duty weiß man exakt jedes Jahr was auf einen zu kommt und kann ganz einfach mit der Geldbörse entscheiden, ob man das unterstützen möchte. Da Call of Duty mit dem letzten Ableger „Call of Duty: Black Ops 3“ noch immer sehr hohe Verkaufszahlen vorweisen kann (laut vgchartz.com 13,76 Millionen auf der PS4) dürfte es wohl einige Spieler/innen geben die damit zufrieden sind.

Wenn wir uns an die letzten Battlefield Spiele zurück erinnern, glänzte Battlefield 4 vor allem zum Start mit Server-Problemen. Von Battlefield Hardline spricht heute keiner mehr.

Dadurch werde ich das Gefühl nicht los, dass Call of Duty momentan einfach als Boxsack für Präpubertäres Verhalten so mancher Spieler/innen herhalten muss und es anscheinend O.K. ist, etwas kollektiv einfach scheiße zu finden.