#gespielt | Reise, Reise – Mein No Man`s Sky Ersteindruck.

Nach drei Jahren Warten seit der Ankündigung im Jahr 2013 und drei Tagen Postweg starte ich nun endlich das erste Mal No Man´s Sky.

Mehr als den ersten Gameplay Trailer kenne ich nicht. Und mehr wollte ich mir auch nicht zum Spiel ansehen, da das Versprechen eines schier unendlichen, prozedural generierten Universums und das, ohne Ladezeiten auskommende, Landen und Verlassen eines Planeten mir reichten, um das Spiel blind vorzubestellen.

Und jetzt stehe ich im System „Dawatagaha-Musea“ auf einem fremden Planeten. 2,8 Grad Celsius. Vor mir das zerstörte Raumschiff und die erste Information vom Spiel, dass ich dieses wieder reparieren muss um den Planeten verlassen zu können. Ich blicke also in das Hauptmenü, das stark dem von Destiny ähnelt, und bin zu Beginn gleich etwas überfordert. Kaputte Startschubdüsen, Impulsantrieb, Analysevisir und ein Scanner wollen von mir auf Vordermann gebracht werden. Dazu benötigen meine Lebenserhaltungssysteme sowie mein Bergbaustrahl noch Ressourcen um zu funktionieren. Gebraucht werden dazu Eisen, Kohlenstoffe, Heridium, Plutonium. Und da ist auch schon die erste Überraschung des Spiels: No Man´s Sky ist in der ersten Stunde ein Survival Game mit Crafting Elementen.

Im Hauptmenü kann ich zudem die Daten des entdeckten Systems, Planeten sowie Wegpunkten hochladen und diese selbst benennen. Da dies auch mein erster Planet ist auf dem ich erwacht bin, benenne ich diesen frech einfach nach mir. Planet: Cetuplex. Ob dieser Planet jemals außer mir besuchen wird ? Für das Benennen bekomme ich sogar Units, eine Währung die für den Handel gebraucht wird. Neben dem Raumschiff kann ich mit einer roten Kugel interagieren, die aus einer seltsamen sich bewegender roten Masse besteht und mich fragt, ob ich den Pfad des Atlas folgen möchte. Warum auch nicht.

Ich packe also meine Bergbaustrahl aus und versuche mit dem Jet Pack halbwegs sicher von dem hohen Felsen runter zu kommen auf dem ich stehe. Fleißig zerstöre ich Felsen, Pflanzen und Kristalle um die ersten Ressourcen zu erhalten. Schon seltsam. Im Hinterkopf schwirren noch die Berichte vom, vor kurzem erreichten, „Earth Overshoot Day“. Und jetzt bin ich der Erste, der auf dem nach mir selbst benannten Planeten ohne Rücksicht alle Ressourcen plündert. Doch unbestraft bleibt das im Gegensatz zur Erde nicht. In der rechten oberen Bildschirm Ecke sehe ich, ähnlich wie in GTA, 5 Sterne. Drohnen, die Regelmäßig ihre Runden drehen, scannen die Oberfläche nach Schäden und beobachten auch mich. Etwas gruselig.

Der Planet wirkt sehr unwirklich. Rote Bäume, Riesige rote Felsen und dazwischen von Gras bedeckte Hügel. Wenn ich über das Gras laufe, hören sich meine Schritte an als hätte es vor kurzem geregnet. Am Himmel sehe ich immer wieder vorüberziehende Raumschiffe. Bei meiner Wanderung stoße ich auch immer wieder auf außerirdische Artefakte und sogar auf eine riesige Tafel die mir Wörter einer unbekannten Sprache namens Korvax beibringen. Auch ein erstes Tier entdecke ich. Ein kleines stämmiges vierbeiniges Wesen das wie ein Gürteltier aussieht. Leider kann ich es nicht mit dem Scan erfassen, da es wie panisch von mir weg läuft. Im Hintergrund höre ich zudem weiter Schreie von Tieren.

Nach einer Stunde habe ich alles beisammen und trete den Rückweg zu meinem Raumschiff an. Nebenbei entdecke ich immer wieder außerirdische Artefakte. Die Wörter „Warnung“ „Giftig, „Korvax“ „Selten“ der Sprache Korvax beherrsche ich nun schon. Was mir das wohl bringt ?

Bevor ich zu meinem Raumschiff ankomme, entdecke ich zudem einen Wegpunkt der mir mitteilt, dass in größerer Entfernung ein Außenposten liegt. Zu Fuß würde ich dafür 13 Minuten brauchen. Also weiter zum Raumschiff.

Angekommen steige ich ein und starte das erste Mal die „Rasamama S36“. Das Fliegen geht butterweich von der Hand. Ich fliege also zum Außenposten und treffe dort auf eine andere Spezies. Und jetzt weiß ich warum ich Korvax lernen soll. Ich verstehe bis auf „Selten“ kein Wort.  Ich biete der/dem Fremden Rohstoffe für einen Preis an und das Licht ihres/seines Helmes zeigt Enttäuschung.  Trotzdem wird mir gedankt und sogar das Wort für „Reisenden“  wird mir beigebracht. Wie freundlich. Und wie verdammt unhöflich von mir diesen Planeten nach mir zu benennen.

Etwas wehmütig möchte ich nun also den Planeten verlassen und….habe zu wenig Start Schubkraft. Zum Glück habe ich noch etwas Plutonium im Gepäck und kann nun starten.

Der Erste Flug ins All ist ein unbeschreibliches gutes Gefühl. Im Orbit wird mit der nächste Planet angezeigt. Normale Flugzeit zwei Stunden. Mit Boost 15 Minuten und mit Impulsschub 60 Sekunden. Wow.

Ich fliege etwas weiter um Abstand vom Planeten zu bekommen und frage mich, ob ich nun die Erste und Letzte Reise weg antrete oder ob ich als letzte Reise wieder hierher zurückkehren werde.

 

 

 

 

 

 

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