#kurzgesagt | Call of Duty ein Ventil für Hate ?

Gut ein Drittel Daumen Runter hat der aktuellste Call of Duty: Infinite Warfare Trailer momentan. Geschmückt mit Kommentaren wie „I THINK BATTLEFIELD 1 IS BETTER THIS TIME LIKE IF U AGREE“ oder „COD is literally shitting on us now.“ oder auch „All these cod fans thinking these 2011 graphics are really good“ während unter dem Battlefield 1 Trailer Kommentare wie „Press 144p to see COD graphics“ oder „omg this game is so badass defo kicks cods ass for sure“ zu finden sind. Wenn man sich zurück Erinnert, der Reveal Trailer von Infinite Warfare hat historische 3 Millionen Daumen Runter erhalten. Und ich Frage mich, woher diese Angriffe für die Call of Duty Reihe bzw. die Vorschuss Loorbeeren für Battlefield 1 kommen.

Um gleich einmal das Argument „Dice hört auf seine Spieler und macht einen Shooter im WW1 Setting“ aus dem Weg zu räumen dürfte gesagt sein, dass das wohl mehr an der Gesamtstrategie von EA liegt. Relativ zeitnah erscheint nämlich neben Battlefield 1 am 21.10.2016 eine Woche später Titanfall 2 am 28.10.2016. So hat man also gleichzeitig zu Battlefield 1 auch für Sci-Fi Fans einen Shooter  in der Pipeline und produziert sich nicht eigene Konkurrenz in den Verkäufen.

Sowohl bei der Battlefield Reihe als auch bei der Call of Duty Reihe weiß man, was man als Spieler/in bekommt. Bei Call of Duty ist es jedes Jahr (aktuell arbeiten mehrer Studios an der Reihe) der gewohnte schnelle Multiplayer auf kleinen Maps mit einer Action reichen Popcorn Einzelspieler Kampagne ohne viel Tiefgang. Die Technik macht aufgrund den 60 FPS (Bildern pro Sekunde) Anspruch der Entwickler keine großen Sprünge. Bei Battlefield sind es Schlachten mit Fahrzeugen auf großen Karten mit Klassensystem. Seit einigen Jahren ebenfalls mit eher mäßigen Einzelspieler Kampagnen.

Und da fange ich mich an zu wundern. Bei Call of Duty weiß man exakt jedes Jahr was auf einen zu kommt und kann ganz einfach mit der Geldbörse entscheiden, ob man das unterstützen möchte. Da Call of Duty mit dem letzten Ableger „Call of Duty: Black Ops 3“ noch immer sehr hohe Verkaufszahlen vorweisen kann (laut vgchartz.com 13,76 Millionen auf der PS4) dürfte es wohl einige Spieler/innen geben die damit zufrieden sind.

Wenn wir uns an die letzten Battlefield Spiele zurück erinnern, glänzte Battlefield 4 vor allem zum Start mit Server-Problemen. Von Battlefield Hardline spricht heute keiner mehr.

Dadurch werde ich das Gefühl nicht los, dass Call of Duty momentan einfach als Boxsack für Präpubertäres Verhalten so mancher Spieler/innen herhalten muss und es anscheinend O.K. ist, etwas kollektiv einfach scheiße zu finden.

2 Kommentare zu „#kurzgesagt | Call of Duty ein Ventil für Hate ?“

  1. Wunderbar geschrieben, lieber Daniel!
    Persönlich mag ich die Kampagnen von Call of Duty irgendwie ein bisschen lieber als die von Battlefield. Die Inszenierung vor allem in Ghosts hat mir wunderbar gefallen. Multiplayer ist dann ja immer eine ganz andere Geschichte. Dennoch muss ich zugeben, dass ich allein von den Trailern schon denke, dass mir das neue CoD nicht so gut gefallen wird. Das Setting ist halt einfach nicht meins. Trotzdem werde ich mir sowohl CoD als auch Battlefield anschauen. Hate bevor man überhaupt das fertige Produkt gesehen hat, finde ich immer lächerlich. Seine Bedenken zu äußern ist in Ordnung, aber einen ganzen Shitstorm – nein. Man soll es doch erst mal auf sich zukommen lassen. Wahrscheinlich hast du mit deinem Begriff des Präpubertären Verhalten recht. Nicht umsonst ist meine Lieblingsbeleidigung: 12-jähriger Call of Duty-Spieler. 🙂

    1. Vielen lieben Dank für das Lob und für dein Kommentar 🙂

      Mir persönlich gefallen die CoD Kampagnen auch etwas besser. Wobei die Bad Company 2 Kampagne bis heute noch einzigartig ist mit ihrem Humor.

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