#schreiberei | Hypomnema, ein Selbstversuch.

Bisher habe ich nur über Bücher & Videospiele geschrieben, heute möchte ich über etwas ganz anderes schreiben. Und dabei hat er noch nicht über Kaffee und Kuchen geschrieben.

Vor einigen Tagen habe ich in der Ausgabe 04/17 des Magazins „Psychologie Heute“ einen sehr interessanten Artikel gelesen der lautete „Sorge dich um dich selbst“ von Krisha Kops. In diesem Artikel werden verschiedene Methoden vorgeschlagen, wie man mit diversen Übungen um sich selbst sorgt. Ich hab schon einige Bücher über Körpersprache und Psychologie gelesen, bin aber froh per Zufall auf diese Ausgabe gegriffen zu haben. Denn eine Methode, das sogenannte Hypomnema, habe ich in einem Selbstversuch nun gestartet selbst zu führen.

Um nicht langwierig zu paraphrasieren, hier ein Zitat aus Wikipedia, um was es sich bei einem Hypomnema handelt:

Notizbücher die als Gedächtnisstützen dienen, aber auch persönliche Leitfäden zur Lebensführung waren. In sie trug man Zitate, Teile von Arbeiten, Aphorismen und Beispiele ein. Aber auch Handlungen, deren Zeuge man gewesen war oder über die man Berichte gelesen hatte, Gedanken und Überlegungen, die man gehört hatte oder die einem selbst in den Sinn gekommen waren.

In letzter Zeit bin ich schon öfters über Zitate, Sätze in Bücher gestoßen die ich so wertvoll finde, um sie als Leitfaden für die Lebensführung zu verwenden. Zum Beispiel geistert mir seit einigen Wochen ein Satz von Haruki Murakami, aus seinem Buch „The Strange Library“, im Kopf herum.

“Das Blöde an einem Labyrinth ist, dass man erst am Ende weiß ob der Weg, für den man sich entschieden hat, richtig oder falsch war. Und wenn man am Ende merkt, dass man sich geirrt hat, ist es meistens zu spät. Das ist das Problem bei Labyrinthen.”

Am ersten Blick wirkt dieser Satz sehr negativ. Wenn du dich falsch entscheidest, kommst du erst zu spät drauf. Für mich transportiert dieser Satz aber etwas ganz anderes. Nämlich, dass man bewusst über Entscheidungen nachdenken sollte. Damit man dann wenigsten im Nachhinein weiß, diese nicht aus einer spontanen Laune oder aus Angst getroffen zu haben. Das ist auch mein erster Satz in meinem Notizbuch.

Und dann gibt es noch unzählige Situationen im Leben, in denen ich nicht gehandelt habe, wie ich es eigentlich gern möchte. Darum möchte ich dieses Notizbuch nutzen, um durch Selbstbeobachtung näher an meinem Idealbild zu kommen. Die beste Version von mir sozusagen. Manche Dinge habe ich schon in Angriff genommen. Seit einigen Monaten betreibe ich konsequent Sport, habe in einem Jahr acht Kilogramm abgenommen und verliere seit Jänner regelmäßig Fettmasse und baue Muskelmasse auf. Dadurch wurde ich selbstbewusster, fühle mich körperlich fitter und komme mit meiner Krankheit besser zurecht. Doch es gib noch einige Baustellen in meinem Leben. Gewisse Themen, bei denen ich mich wahnsinnig schwer tue und noch mehr Selbstbewusst aufbauen muss. Manche Situationen eben, in denen ich gerne ganz anders gehandelt hätte. Zum Glück habe ich auch Freunde, die einem ab und an kräftig in den Arsch treten und in die richtige Richtung schubsen. Für dazwischen, möchte ich solche Situationen und Vorstellungen niederschreiben, um mich regelmäßig daran zu erinnern.

Vielleicht fragt man sich jetzt „Wenn es da nur um dich geht. Warum schreibst du das dann öffentlich in einen Blog?“ Zum Ersten, um Andere eventuell von der Idee anzufixen, denen es eventuell ähnlich geht wie mir.  Zudem denke ich, dass mir das helfen wird, es konsequent weiter zu führen.

Es könnte mich ja jemand drauf ansprechen wie es so läuft…

 

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